Welche Filme faszinieren Menschen, die mit Fotografie arbeiten? Welche Rolle spielen Fotokamera, Bild und Fotograf auf der Leinwand? Das Kino ist aus der Fotografie geboren – Zeit, ein paar bewegte Blicke aufs unbewegte Bild zu riskieren.

Exklusiv im Rahmen des Festivals fotografischer Bilder (26.–28.10.2017 im Leeren Beutel) zeigt die FilmGalerie zwischen 12. und 29. Oktober acht ausgewählte, teils sehr rare filmische Meisterwerke über Fotografie und Fotoschaffende.

BLOW UP

BLOWUP / O.m.dt.U / Spielfilm von Michelangelo Antonioni / GB 1967 / 111 min / FSK: 16 SP 4 €

Einer der Filmklassiker über Fotografie schlechthin: Michelangelo Antonionis 60s-Kultfilm BLOW UP. Im swinging London der Sechziger glaubt ein junger Modefotograf auf einem seiner Bilder eine versteckte Leiche zu entdecken...

In Inszenierung, Fotografie und Darstellung hervorragender Film. — filmdienst

Do 12.10.

18:30

Fr 13.10.

18:30

Sa 14.10.

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So 15.10.

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Mo 16.10.

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Di 17.10.

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Mi 18.10.

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FÉLICITÉ

O.m.dt.U / Spielfilm von Alain Gomis / FR/SG/BE/DE/LB 2017 / 123 min / mit Vero Tshanda Beya, Papi Mpaka, Gaetan Claudia u.a.

Félicité ist Sängerin und tritt jeden Abend in einer Bar in Kinshasa auf. Sie ist eine Frau in der Mitte ihres Lebens, stolz und unabhängig, doch sobald sie singt, scheint sie die Welt um sich herum zu vergessen. Es sind rauschhafte Nächte, denn Félicités Musik hypnotisiert und bewegt ihr Publikum. Als ihr Sohn Samo nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt und dringend operiert werden muss, versucht Félicité, das dafür nötige Geld aufzutreiben. Sie begibt sich auf eine atemlose Reise durch die kongolesische Metropole zwischen Armut und dekadentem Reichtum. Unterstützung bekommt sie ausgerechnet durch den Schwerenöter Tabu, einen der Stammgäste der Bar. Er ist es auch, der Félicités verunglückten Sohn zurück ins Leben führt. Die dramatischen Umstände lassen Félicité, Samo und Tabu zu einer tröstenden Schicksalsgemeinschaft werden in einem Land, das für die meisten seiner Einwohner keine Hoffnung bereithält...

Man wird dieses Gesicht so schnell nicht vergessen. Hauptdarstellerin Véro Tshanda Beya hat eine Präsenz, die alles überstrahlt. — Tagesspiegel

'Großer Preis der Jury' Berlinale 2017

Do 12.10.

20:30

Fr 13.10.

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Sa 14.10.

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So 15.10.

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Mo 16.10.

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Di 17.10.

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Mi 18.10.

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SHOT IN THE DARK

Dokumentarfilm von Frank Amann / DE 2016 / 80 min SP 4 €

Wem würde man weniger Leidenschaft und Genialität für Fotografie zutrauen als einem Blinden? Doch weit gefehlt – drei erfolgreiche Fotokünstler, deren Sehbehinderung Ausgangspunkt visueller Erkundungen ist, zeigen eine neue Sicht aufs Sehen.

Wie großartig Licht ist, verstehst du erst, wenn du erblindet bist. — Sonia Soberats

Do 12.10.

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Fr 13.10.

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Sa 14.10.

18:30

So 15.10.

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Mo 16.10.

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Di 17.10.

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Mi 18.10.

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YI YI – A ONE AND A TWO

YI YI / O.m.dt.U / Spielfilm von Edward Yang / TW/JP 2000 / 173 min / FSK: 6 SP 4 €

Der jüngste Sohn einer Familie, die am Zerbrechen ist, beginnt die Hinterköpfe von Menschen zu fotografieren. Anschließend schenkt er ihnen diese Bilder, um ihnen eine andere Seite von sich zu zeigen – einen anderen Blick auf sich und ihre Welt.

Edward Yang erhielt 2000 für YI YI beim Festival in Cannes den Regiepreis.

Do 12.10.

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Fr 13.10.

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Sa 14.10.

20:00

So 15.10.

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Mo 16.10.

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Di 17.10.

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Mi 18.10.

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EIN Z UND ZWEI NULLEN

A ZED & TWO NOUGHTS / O.m.dt.U / Experimentalfilm von Peter Greenaway / GB/NL 1985 / 115 min / FSK: 12 SP 4 €

Durch einen Autounfall werden die beiden Zwillinge Oliver und Oswald zu Witwern. Danach läuft ihr Leben aus dem Ruder und sie entwickeln eine Faszination für die Verwesung von Zootieren. Ihre morbiden Experimente halten sie fotografisch fest...

Greenaways Film ist ein betörender Exkurs in die Natur von Sterben und Leben.

Do 12.10.

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Fr 13.10.

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Sa 14.10.

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So 15.10.

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Mo 16.10.

18:30

Di 17.10.

18:30

Mi 18.10.

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DANIEL HOPE – DER KLANG DES LEBENS

Dokumentarfilm von Nahuel Lopez / DE 2017 / 100 min

Daniel Hope ist einer der vielfältigsten und bedeutendsten Geiger seiner Generation. Ein international umjubelter Star, der von Beijing über Berlin bis nach New York die großen Konzertbühnen bespielt. Seine Geschichte ist die einer einzigartigen Karriere. Es ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, von Heimatsuche und Identitätsfindung. Und letztlich die Geschichte eines großen Happy End. Der Dokumentarfilm hinterfragt dabei die Getriebenheit und Rastlosigkeit hinter einer solchen Weltkarriere.

Do 12.10.

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Fr 13.10.

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Sa 14.10.

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So 15.10.

11:00

Mo 16.10.

20:30

Di 17.10.

20:30

Mi 18.10.

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Do 19.10.

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Fr 20.10.

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Sa 21.10.

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So 22.10.

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Mo 23.10.

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Di 24.10.

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Mi 24.10.

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Do 26.10.

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Fr 27.10.

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Sa 28.10.

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So 29.10.

11:00

Mo 30.10.

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Di 31.10.

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Mi 01.11.

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MEINE GEISTER, DIE KINDER. EIN LEBEN IN SCHIZOPHRENIE

TV-Dokumentarfilm (NDR) / DE 1994 / 44 min EINTRITT FREI

Die Malerin Hildegard Wohlgemuth (1933 - 2003) war ein vielfach traumatisiertes Kriegskind. Zeitlebens hörte sie Stimmen und sah gefallene Kinder als kleine Geister in ihrer Nähe. Der Film rückt ihre Lebensgeschichte in den Mittelpunkt – und lässt sie selbst ausführlich zu Wort kommen. Umrahmt wird der Abend durch weitere Geschichten aus dem Leben der Künstlerin, erzählt von Dr. Heike Schultz, die Hildegard Wohlgemuth persönlich kannte.

In Kooperation mit Irren ist menschlich e.V.

Do 12.10.

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Fr 13.10.

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Sa 14.10.

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So 15.10.

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Mo 16.10.

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Di 17.10.

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Mi 18.10.

19:00