TARTÜFF (F.W. Murnau)

+ Vorfilm: WIE SICH DER KIENTOPP RÄCHT

Friedrich Wilhelm Murnau
D 1925, 74 Minuten, englische Zwischentitel, restaurierte und viragierte Fassung, 35mm

Gustav Trauschold
Deutschland 1912/1913, 12 Minuten, deutsche Zwischentitel, 35mm

Ort: Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums, bei Regen im Leeren Beutel (Saal)

Ein weiterer selten gezeigter Murnau ist eine Verfilmung des Molière-Stoffes, die "virtuos die Balance hält zwischen Komödie, Krimi und Kostümfilm." (Filmdienst). Ein lebenslustiger Reicher bringt den Heuchler TARTÜFF mit heim, der allen die Freude an irdischen Genüssen nimmt, aber für sich selbst reklamiert. Die Ehefrau wird aktiv… Auch in der Rahmenhandlung wird ein Heuchler entlarvt, dazu passend der Vorfilm. Er macht sich über die moralischen Eiferer lustig, die das Kino als sittengefährdend anprangerten.

Als Schmankerl: Vor der Vorstellung gibt es einen kleinen Infostand mit persönlichen Dingen der Diva Lil Dagover und einer Gesprächspartnerin, die sie noch persönlich erlebt hat.

Live-Musik: Das Aljoscha-Zimmermann-Ensemble(München): Sabrina Zimmermann (Violine) & Mark Pogolski (Klavier)

TARTÜFF
Friedrich Wilhelm Murnau
D 1925, 74 Minuten, englische Zwischentitel, restaurierte und viragierte Fassung, 35mm

Buch: Carl Mayer, Kamera: Karl Freund, Produzent: Erich Pommer

DarstellerInnen: Emil Jannings, Lil Dagover, Werner Krauß, Rosa Valetti, Hermann Picha, André Mattoni u.a.

Kopie + Fotos: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden

WIE SICH DER KIENTOPP RÄCHT
Gustav Trauschold
Deutschland 1912/1913, 12 Minuten, deutsche Zwischentitel, 35mm

DarstellerInnen: Kitty Derwall, Käthe Samst, Hans Kräly, Fritz Kuhlbrodt u.a.

Kopie: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin

SCHATTEN – EINE NÄCHTLICHE HALLUZINATION

Arthur Robison
D 1923, 85 Minuten, restaurierte viragierte Fassung, 35 mm

Ort: Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums, bei Regen im Leeren Beutel (Saal)

Ein Ehemann, der verrückte Fritz Kortner, ist rasend eifersüchtig auf seine aufreizende Frau. Bei einem Dinner ertappt er sie beim Techtelmechtel mit den Gästen, was sich aber als seine Fehlinterpretation von Schattenbildern erweist. Der anwesende Schausteller spürt die Spannung und inszeniert ein Schattenspiel, das die geheimen Wünsche und Phantasien der Anwesenden sichtbar macht. "Im Kino sind Schatten wichtiger als Licht" sagt Ideengeber Albin Grau, der Okkultist, der auch NOSFERATU verantwortet hat.

Live-Musik: Rainer J. Hofmann (Multiinstrumentalist, Regensburg)

SCHATTEN – EINE NÄCHTLICHE HALLUZINATION
Arthur Robison
D 1923, 85 Minuten, restaurierte viragierte Fassung, 35 mm

Buch: Rudolf Schneider, Arthur Robison, Kamera: Fritz Arno Wagner, Produktion: Enrico Dieckmann, Willy Seibold, Idee, Bauten & Kostüme: Albin Grau,

DarstellerInnen: Fritz Kortner, Ruth Weyher, Gustav von Wangenheim, Alexander Granach, Eugen Rex, Max Gülstorff, Ferdinand von Alten, Fritz Rasp, Karl Platen, Lilly Harder u.a.

Restaurierung: ZDF/arte, WDR, Material: Cinémathèque Française, Museum of Modern Art, Kopierwerk L‘immagine ritrovata Bologna

Kopie: Deutsches Filminstitut – DIF, Wiesbaden

DER MÜDE TOD (Fritz Lang)

Fritz Lang
D 1921, 98 Minuten, restaurierte und viragierte Fassung, Blu-ray

Ort: Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums, bei Regen im Leeren Beutel (Saal)

Ein junges Liebespaar wird durch den Tod des Mannes auseinandergerissen. Die Frau findet Zugang zum Totenreich und erbittet die Rückkehr des Geliebten. Der Tod ist müde und resigniert, er kann ihr die Bitte nur erfüllen, wenn sie eine von drei Lebenslichtern retten kann – im Orient, Venedig oder China. Neben diesen Orten inszeniert Fritz Lang auch meisterhaft die deutsche Kleinstadt und das majestätische Totenreich. Jetzt in restaurierter und viragierter Fassung wieder in alter Pracht zu erleben.

Als Schmankerl: Vor der Vorstellung gibt es einen kleinen Infostand mit persönlichen Dingen der Diva Lil Dagover und einer Gesprächspartnerin, die sie noch persönlich erlebt hat.

Live-Musik: Die heutige Vorstellung wird von Rainer Hofmann und Vsevolod Pozdejev gestaltet, Grund ist eine Erkrankung im Aljoscha-Zimmermann-Ensemble.

DER MÜDE TOD
Fritz Lang
D 1921, 98 Minuten, restaurierte und viragierte Fassung, Blu-ray

Buch: Fritz Lang, Thea von Harbou (ungenannt), Kamera: Erich Nitzschmann, Hermann Saalfrank, Fritz Arno Wagner, Bauten: Walter Röhrig, Hermann Warm, Robert Herlth, Kostüme: Heinrich Umlauff, Produzent: Erich Pommer

DarstellerInnen: Lil Dagover, Bernhard Goetzke, Walter Janssen u.a.

Kopie + Fotos: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden

EIN SACK VOLL MURMELN

UN SAC DE BILLES / O.m.dt.U / Spielfilm von Christian Duguay / FR/ CA/CZ 2017 / 113 min / mit Dorian Le Clech, Christian Clavier u.a.

Paris, 1941. Weil es in der besetzten Hauptstadt zu gefährlich geworden ist, plant die jüdische Familie Joffo die Flucht nach Südfrankreich, das noch nicht in deutscher Hand ist. Eine gemeinsame Reise wäre zu auffällig, daher schicken die Eltern den zehnjährigen Joseph und seinen älteren Bruder Maurice allein auf den Weg. Ein gefährliches Abenteuer erwartet die Jungen, denn niemand darf erfahren, dass sie Juden sind. Doch dank ihres Mutes und Einfallsreichtums schaffen sie es immer wieder, den Besatzern zu entkommen. Wird es ihnen gelingen, ihre Familie in Freiheit wiederzusehen?

Die berührende Verfilmung des auf der Lebensgeschichte von Joseph Joffo basierenden Bestsellers erzählt in großen Bildern von zwei Brüdern, die auf ihrem Weg in die Freiheit allen Widerständen trotzen. Der Film besticht vor allem durch die herausragende Leistung der Schauspieler, allen voran der beiden jungen Hauptdarsteller Dorian Le Clech und Batyste Fleurial Palmieri, die sich neben renommierten Kollegen wie Patrick Bruel (DER VORNAME) und Christian Clavier (MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER) nicht verstecken brauchen.

Außergewöhnlich gut gelungen. — FBW

Do 14.09.

19:00

Fr 15.09.

19:00

Sa 16.09.

19:00

So 17.09.

19:00

Mo 18.09.

-

Di 19.09.

-

Mi 20.09.

-