Réparer les vivants

Heal the Living / Regie Katell Quillévéré / Jahr 2016 / F/B / 103 Min. / Verleih Wild Bunch Germany / französisch mU

Von den ersten Einstellungen an entwickelt Réparer les vivants einen mitreißenden Sog. Der Film ist in ständigem Fluss, elegant und leichtfüßig entwickelt er ein schweres Thema: Der eigene Sohn wird ins Krankenhaus eingeliefert. Es gibt keine Hoffnung. Für Marianne (Emmanuelle Seigner) und Vincent (Kool Shen) wird dieser Albtraum zur furchtbaren Realität. Es bleibt kaum Zeit zur Trauer, denn sie stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Werden sie die lebenserhaltenden Maßnahmen abschalten und die Organe ihres Sohnes Simon spenden? Dadurch könnte das Leben eines anderen Menschen gerettet werden. Andernorts verschlechtert sich der Zustand der herzkranken Mutter Claire (Anne Dorval) immer mehr.

Réparer les vivants verbindet die Geschichten zweier Familien, verbindet Arzt- und Unfalldrama, verbindet Liebesfilm und Tod. Mit wenigen Dialogen, eindringlichen Bildern und sensationellen Schauspielern (unter anderem Tahar Rahim aus Un prophète) gelingt es dem Film, seine Zuschauer ohne manipulative Effekte die intensiven Emotionen der Eltern, Jugendlichen und Ärzte nach- und mitzuempfinden.